Die Geschichte von den Strandveilchen
Waldveilchen, Märzveilchen, Parmaveilchen, Hundsveilchen, Hornveilchen, Labradorveilchen... es gibt so viele wunderschöne Veilchenarten, von denen Sie sicher schon gehört haben, oder die sogar in Ihrem Garten wachsen.
Aber kennen Sie Strandveilchen? Nein? Nun, das liegt womöglich daran, dass man Strandveilchen nirgendwo kaufen, pflücken - ja noch nicht einmal sehen kann. Aber es gibt sie!
Weit oben, ganz im Norden Deutschlands gibt es die Insel Nordstrand. Schafe grasen am Deich, die Nordsee zeigt ihre Gesichter und ganz klein und scheu leben hier die kleinen Strandveilchen an der Nordseeküste. Sie verstecken sich am Tag und warten bis niemand mehr am Strand ist, außer den Tieren, die an der Küste leben. Blumen können sich nicht verstecken - meinen Sie? Nun, da haben Sie ganz recht. Allerdings sind Strandveilchen auch keine Blumen. Nein! Die Strandveilchen sind kleine Elfen. Und das ist auch der Grund, warum man sie nicht sieht. Elfen sind sehr scheue Wesen.
Wenn die Strandveilchen ganz allein sind, dann setzen sie sich auf Muscheln, spielen am Strand, sonnen sich im Morgenrot und hören den Vögeln zu, die von ihrer Reise berichten. Die schüchternen Elfchen verstecken sich tagsüber gerne im Gras, im Spülsaum und schlafen in Muscheln. Doch mit der Abenddämmerung kommen die Strandveilchen wieder aus ihren Verstecken. Sie spielen mit den Wattwürmern, laufen mit den Strandkrabben um die Wette und lassen sich von den Fischen Geschichten aus dem großen weiten Meer erzählen.
Gesehen wurden die Strandveilchen bisher nur ganz, ganz selten. Doch wenn man sehr, sehr früh am Morgen, beim ersten Lichtschein des neuen Tages an den Strand geht, kann man einen leichten Hauch von Veilchenduft erahnen.
